BERICHT: Ein Tag Südsee – Thermen & Badewelt Sinsheim

Was könnte man  besseres tun, als an einem Herbsttag in die Thermen & Badewelt Sinsheim zu gehen, und sich unter Palmen bei angenehmen 32 Grad zu erholen? Genau dies haben wir an einem dieser trüben Herbsttage, an einem Mittwoch, getan und sind der freundlichen Einladung der Marketingabteilung des Thermen & Badeparadies gefolgt, damit wir dieses auf Herz und Nieren testen konnten.

 

der Giebel des riesigen Eingangportals

der Giebel des riesigen Eingangportals

Nach der Anreise am frühen Nachmittag standen wir vor dem imposanten Eingang, dessen Front vollständig verglast war. Durch zwei automatisierte Drehtüren gelangt man in das Foyer, welches seinesgleichen übertrifft – denn die volle Höhe des Eingangportals wurde mit angenehmen Grüntönen, einer sanften Hintergrundmusik sowie den ersten „kleinen“ Palmen fortgesetzt. Die erste Anlaufstelle an diesem Tage war der Gästeservice, welcher zur rechten Hand nach dem Eingang lag. Auf eine freundliche Begrüssung der diensthabenden Mitarbeiterin wurden wir unkompliziert eingecheckt, bekamen direkt einen Spind pro Person zugewiesen, und konnten direkt mit dieser durch die eigentlichen Kassen gehen. Hier bekamen wir dann noch zwei Vouchers für ein Essen inklusive einem Getränk ausgehändigt, um den Tag zu komplettieren. Hinter den Kassen teilt sich die Thermen & Badewelt in 3 unterschiedliche Gänge auf – dem Sauna & Vitalbereich, dem Palmenparadies und dem Hallenbad. Schon an den Kassen kann man entscheiden, in welche Richtung man geht.

Außenansicht vom Thermensee / Quelle: Badewelt

Außenansicht vom Thermensee / Badewelt

Zu sagen ist, dass bei einer Tageskarte für das Palmenparadies die Nutzung des Schwimmbades inklusive ist. Dies gilt auch, wenn man im Sauna- und Vitalbereich ist, dann kann man das Palmenparadies und das Hallenbad mitnutzen. Sollte man sich nur für das Badeparadies entscheiden, kann man dennoch problemlos durch die Drehkreuze in den jeweiligen Bereiche gehen, Hinweisschilder weisen aber auf die Mehrkosten hin, die auf den Schrankchip gebucht werden. Somit brauch man keinerlei Bargeld direkt mit in die Thermen- und Badewelt nehmen, denn die weiteren Services werden bis zu einem Betrag von 150,00 Euro auf den Chip gebucht und am Ende beim auschecken bezahlt.

der Blick ins Palmenparadies Quelle: Badewelt

der Blick ins Palmenparadies
Quelle: Badewelt

Nachdem wir uns umgezogen hatten, ging es durch den Nassbereich ins Palmenparadies – und man wird förmlich erschlagen, in angenehmen Sinne. Die Luft ist warm, man spürt das Urlaubsfeeling und die blaue Lagune, die direkt vor einem liegt, tut sein restliches. Die türkisfarbene Wasserfarbe ist traumhaft, zudem wird das Becken von etlichen Palmen und Orchideen umrankt und man fühlt sich direkt wie im Urlaub. Vor der Lagune gibt es zahlreiche „Muscheln“, in welche man sich legen kann – leider sind diese, wie auch bei unserem Besuchstag, sehr begehrt und man bekam keine ab. Hier ist am Ende das „schnell sein“ von Vorteil. Die Muscheln und Liegen auf der Empore der Vitaltherme sind ebenfalls kostenfrei nutzbar, nur in einem kleiner abgetrennten Bereich kann man online reservieren. So ist sicher, dass man einen super Platz hat.

Zur rechten des Palmenparadies erstreckt sich der Dschungel der Südseepalmen weiter, darunter etliche Liegen, auch einige die man nicht dauerhaft reservieren darf. Da an unserem Besuchtstag doch einiges los war, bekamen wir weiter hinten einen lauschigen Platz unter Palmen und konnten uns auch ungestört unterhalten. Von dort sind es auch nur wenige Schritte zum Hallenbad, oder nach draußen an den Thermensee, der aber leider nicht zum schwimmen genutzt werden darf. Dies finde ich persönlich sehr schade. Dennoch kann man sich ein Tretboot nehmen und ein paar Runden auf dem See drehen und dabei den Blick über den schönen Kraichgau schweifen lassen.

wohlige Wärme und Mineralien in den Gesundheitsbecken

wohlige Wärme und Mineralien in den Gesundheitsbecken

Zu unserem Besuch:
Wir hatten an diesem Tag die Ehre sämtliche Bereich der Thermen- und Badewelt nutzen zu dürfen, und stürzten uns in die türkisblauen Fluten der 34 Grad warmen Lagune. Das Wasser ist wirklich sehr angenehm und lädt mit zahlreichen Massageliegen- und düsen zum entspannen ein. Wem das Wasser zu „kühl“ ist, kann sich gerne in einem der 4 Whirlpools vergnügen, denn da ist das Wasser um einiges wärmer. In der Lagune selbst gibt es dann noch eine Poolbar und natürlich der Durchgang in den Freibereich, der ebenfalls mit zahlreichen Attraktionen, wie Massagebänken- und liegen, einem „Wildwasserrondell“ und Nackensprudlern ausgestattet ist. Alle Attraktionen sind mit Blick über den Thermensee und in den Kraichgau ausgestattet – ebenso hat man von dort einen unverbaubaren Blick auf die Burg Steinsberg, dessen Turm aus allen Wasserbereichen zu sehen ist. Auch die Poolbar wird im Freien fortgesetzt und lädt zum ein oder anderen Drink ein.

durch das geöffnete Glasdach in den Himmel schauen / Quelle: urlaubsguru

durch das geöffnete Glasdach in den Himmel schauen / Quelle: urlaubsguru

Besonders hervor zu heben ist das riesige Glasdach, dass bei besonders schönem Wetter und angenehmen Außentemperaturen problemlos zurück gefahren werden kann, und dann einen ungetrübten Blick auch in den Himmel freigibt. Dies konnte ich bei einem früheren Besuch, der spontan war, erleben und dann kommt erst recht das pure Urlaubsfeeling auf. Zu Füßen der Lagune gibt es noch drei Mineralbecken, die auf verschiedene Bereich des Körpers ausgelegt sind. Besonders schön ist das Solebecken, denn in keinem anderen Hallenbad gibt es eine so hohe Solekonzentration wie hier: 18% Solegehalt – fast so hoch wie im toten Meer, und man kann sich bei dieser massiven Oberlächenspannung förmlich auf das Wasser legen, ohne unterzugehen. Hier finden unter anderem auch diverse Anwendungen durch das Thermenpersonal statt, wie Thermenbingo oder die Klangschalenreise. Das Nachbarbecken ist ein Calcium-Lithiumbad, welches den Stoffwechsel anregt und auch Osteoporose vorbeugt. Das Spurenelement Lithium wirkt in erster Linie aufhellend auf die Psyche aus. Auch hier gibt es eine richtige Oberflächenspannung, die dann auch im anderen Becken, das Selenbad gegeben ist. Das Spurenelement Selen ist ein wahres Anti-Aging-Wunder – es bremst die beschleunigte Hautalterung – eben ein wahrer Jungbrunnen für die Haut.

auch im freien kann man entspannen / Quelle: Badewelt

auch im freien kann man entspannen / Quelle: Badewelt

Nach den ersten Eindrücken wollten wir uns, bevor wir die weiteren Bereiche der Anlage besuchten, eine Runde stärken und uns unterhalten, was wir gerade denken. Im Restaurant „Paradiso“, das mehr auf die konventionelle Schwimmbadküche ausgerichtet war, entschieden wir uns für zwei Gerichte. Nach der Bestellung bekamen wir einen „Pieper“, der uns dann per Vibration informierte, wenn unser Essen zur Abholung bereit steht. In unseren Augen zeugte es von einer weitgehend frischen Zubereitung der Speisen, und nicht nach Kantine. Ebenso waren die Teller liebevoll angerichtet, die Portionen mehr als ausreichend, besonders schmackhaft und wirklich frisch. Auch über die Preise die man für das Essen zahlt, kann man nicht klagen. Besonderes Highlights, passend zur Jahreszeit, runden das Angebot, nebst Kaffee & Kuchen, als auch belegten Brötchen, ab. Auch von hier hat man, je nach Sitzplatz, einen Blick auf den Thermensee. Das einzige, was mich störte, dass „Durchgangsverkehr“ zur Raucherlounge herrschte – oder man eben auf die Terrasse ging. Aber irgendwo muss man ja auch diesem gerecht werden, und dann ist es doch besser, bevor die Hinterlassenschaften einfach draußen auf dem Boden liegen.

Aufguss in der Tropensauna / Quelle: Badewelt

Aufguss in der Tropensauna / Quelle: Badewelt

Mit der Stärkung im Magen ging es nach einer kleinen Pause auf unserem Platz in den Vitalthermen- und Saunabereich, der natürlich auch gesehen und getestet werden sollte, um einen ganzheitlichen Erlebnisbericht zu bekommen. So ging es dann durch das Drehkreuz in den anderen Bereich, den man nur ohne Badebekleidung nutzen darf. Hier befindet sich dann auch ein Liegenbereich, sowie die Skylounge und das Vitalbecken, das ebenfalls umringt von Orchideen und Südseepalmen war. Auch gab es hier eine Poolbar – um sich mit fruchtigen Cocktails den Tag perfekt zu machen.
Über eine kleine Treppe ging es dann hoch in den Restaurantbereich“, der in einem ganz anderen Stil daher kommt, und mehr auf das wohlfühlen ausgerichtet ist. Hier gibt es frische Smoothies, leichte Pastagerichte und Salate. Auch hier gibt es eine Auswahl an Torten und Kuchen die man mit diversen Kreationen der Kaffeevielfalt genießen kann. Dahinter liegt dann der Saunabereich, der in seiner Art wirklich traumhaft ist. In der Mitte gibt es einen Ruheraum, das Elysium, in dessen inneren sanfte Melodien laufen, während man auf den Liegen, die kreisrund angeordnet sind, einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Ebenfalls ringförmig, gestützt durch römische Säulenbögen liegen dann auch die Saunen, sowie das Dampfbad. Jede Sauna ist in ihrer Art wirklich mehr als einzigartig, denn jede Sauna hat ein Thema, wie der Hünenring, in welcher man bei einer Temperatur von 80 Grad in einem abgedunkelten Raum zwischen bis zu 3,50m hohen Natursteinfelsen sitzt und über einem die Sterne funkeln. Aufgüsse mit Eukalyptus, Fichtennadeln und auch diversen Blüten runden das Schwitzerlebnis ab.

maurisch-orientalisch bei 70 Grad in der "Alhambra"-Sauna

maurisch-orientalisch bei 70 Grad in der „Alhambra“-Sauna

Eine besondere Augenweide ist das Wiener Kaffeehaus, mit einer angenehmen Temperatur von 70 Grad, sowie dem Duft von frisch gemahlenem Kaffee und leichten Klängen, die es eben nur dort gibt. Ich hatte das vergnügen bei Melodien von Frank Sinatra zu schwitzen und den wohligen Duft einzuatmen. Aufgüsse wie der „Rock me Amadeus“ sind legendär. Weiter gibt es eine maurisch-orientalische Sauna (Alhambra, 70 Grad), eine Tropensauna mit 75 Grad und der Vogelvoliere, das Holzstadl mit 90 Grad, dessen Aufgüsse, wie das Schmiedefeuer ebenso legendär sind, wie die größte Sauna dort – der Koi-Sauna (80 Grad), bei welcher man teils unterhalb „unterirdisch“ sitzt und somit auf einen Koiteich schaut. Die Sauna selbst ist durch seine 166,10 Quadratmeter bereits als „größte Sauna der Welt“ im Guinnesbuch der Rekorde aufgenommen. Für wen die heißen Saunen nicht wirklich etwas sind, der kann es sich in den jeweils 60 Grad warmen Saunen „Kino-Sauna“ und „Wüstenwind“ bequem machen. Nach einem Aufguss laden dann die Calla-Blüten, aus denen aus der Höhe das 20 Grad kalte Wasser sprudelt,  oder auch der der mit 24 Grad erfrischende Panoramapool zum abkühlen ein – der Clou hier ist eine durchsichtige Wand am Ende des Pools. Von hier hat man auch den schönsten Blick in den Kraichgau und auf die Burg Steinsberg. Im Saunagarten warten dann noch einige Relaxliegen zum weiteren Entspannen ein.

die Koi-Sauna, die größte Sauna der Welt / Quelle: Badewelt

die Koi-Sauna, die größte Sauna der Welt / Quelle: Badewelt

Durch eine Anzeigetafel im Foyer des Saunabereiches wurde man zudem über die zahlreichen Aufgüsse in den Erlebnissaunen informiert, aber auch an den Saunen selber gibt es immer den aktuellen Aufguss angeschrieben. Rechtzeitig da sein ist hier die Devise, denn die Plätze bei den Aufgüssen sind wirklich heiß begehrt. Das liegt mit Sicherheit an der Einzigartigkeit, als auch an dem freundlichen Saunapersonal und den humorvollen Saunameistern, die es hier in weiblich aber auch in männlicher Ausführung gibt.

Zum Ende des Besuchstages besuchten wir noch einmal die Lagune im Palmenparadies, während es draußen bereits dunkel wurde und das Wasser durch die vielen Lampen im Boden beleuchtet wurde. Ebenso am Beckenrad wurde indirekt durch ein LED-Lichtband beleuchtet wurde. Durch die weiteren Lichtelemente wurde eine perfekte Stimmung gezaubert und wir konnten den Tag langsam und genussvoll mit einem leckeren, fruchtigen Cocktail an der Poolbar abschließen.

Fazit zu unserem Besuch:
Die Thermen- und Badewelt Sinsheim ist immer einen Besuch wert, vor allem wenn man einfach mal ein paar Stunden vom Alltagsstress abschalten will, oder um sich einfach etwas gutes zu tun. Hier wird das Wort „Wellness“ einfach groß geschrieben und man kann den Körper wieder mit Energie laden oder einfach die Seele ein paar Stunden unbeschwert baumeln lassen. Kinder bis zu einem Alter von 4 Jahren dürfen in Begleitung der Eltern mitgenommen werden, danach ist ein Eintritt in die Thermen & Badewelt erst wieder ab 16 Jahren möglich. Außer am Samstag, da ist bis 18 Uhr Familientag und es gibt einen speziellen Familientarif, hier kommen dann auch die Gäste zwischen 5 und 16 Jahren auf ihre Kosten. Ein Saunabesuch ist dennoch den älteren Besuchern (über 16) vorbehalten.

Übersichtplan der Thermen- und Badewelt

Übersichtplan der Thermen- und Badewelt

Dank der vielen Events, die angeboten werden, wie nun im November die beiden Event-Freitage „The 60´s and 70´s“ oder im Dezember die „White Night, Silent Night“, an welchen auch das Palmenparadies ohne Bekleidung genutzt wird, durch die Angebote zur Wassergymnastik, dem Aqua-Floating, oder auch die Angebote in den Mineralbecken, ist sehr viel geboten und bietet Abwechslung für jedermann.. An den Event-Freitagen, die immer am ersten und dritten Freitag des jeweiligen Monats stattfinden, sind die Bereiche bis 1 Uhr Nachts geöffnet und bieten daher einen besonders langen Sauna- und Badegenuss.
Besonders hervorzuheben ist der bevorstehende Thermengeburtstag am 19. Dezember 2016, an welcher das Thermen- und Badeparadies stolze 4 Jahre wird. Hier wird es nebst Zauberei und Musik eine faszinierende Lasershow unter dem Glasdach geben. Wir kommen auf jeden Fall wieder, denn der Tag war für uns eine wahre Freude und sprechen dem Team noch einmal unseren herzlichsten Dank für die Betreuung und den gelungenen Aufenthalt aus. Ferner sind wir gespannt auf die Erweiterung mit dem Galaxy-Bereich, sowie den beiden Hotels die geplant sind.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der Wahrung des Persönlichkeitsrechts haben wir auf eigene Fotos (bis auf das Eingangsportal-Foto) und das fotografieren verzichtet und auf die, von der Thermen- und Badewelt zur Verfügung gestellten Bilder zurück gegriffen.

Autor dieses Beitrags: Markus

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