„Höhenflug“ – die Neuheit im Erlebnispark Tripsdrill

Im Erlebnispark Tripsdrill wird derzeit an einer neuen Fahrattraktion gearbeitet. Die Eröffnung ist an Pfingsten geplant.

Typisch Tripsdrill. „Wir haben wieder eine Geschichte ausfindig gemacht“, sagt Helmut Fischer. Wir, das ist das Kreativteam des Erlebnisparks – „unsere Familie“, so der Geschäftsführer mit einem Schmunzeln. Auch bei der neuen Fahrattraktion, dem „Sky Fly“ oder „Höhenflug“, wurde darauf geachtet, dass das Fluggerät nicht nur für Spaß und Nervenkitzel sorgt. Es muss sich – optisch und inhaltlich – auch gut in das Gesamtambiente von Deutschlands erstem Freizeitpark einfügen.

Wenn alles klappt, können die Besucher bereits in den Pfingstferien, also Anfang Juni, zum Höhenflug ansetzen. Vor wenigen Tagen hat der Cleebronner Gemeinderat die Bauanfrage aus Tripsdrill durchgewinkt. Gebaut wird allerdings schon seit Längerem. Wer in diesen Tagen übers Gelände spaziert, sieht, dass die Arbeiten weit fortgeschritten sind. Die Konturen der neuen Anlage sind bereits gut zu erkennen.

Fahrgäste entscheiden selbst, ob beschaulich oder rasant

Mit dem neuen Fahrspaß werden die Besucher auf den Spuren des „Schneiders von Ulm“ wandeln. Der Tüftler und Schneidermeister Albrecht Ludwig Berblinger konstruierte 1811 ein mit den eigenen Armen angetriebenes Gerät und versuchte sich im Fliegen. Die öffentliche Vorführung war allerdings ein Flop: Berblinger landete, so ist es überliefert, in der Donau.

Hoch hinaus wie der Schneider von Ulm
Der „Höhenflug“ ist im Bau − und verspricht viel Fahrspaß. Mit dem neuen Themenbereich wird auch die Geschichte des Ulmer Schneidermeisters Albrecht Ludwig Berblinger erzählt.
Quelle: HSt / Dorn

Die Flugversuche der Besucher in Tripsdrill werden da mit Sicherheit erfolgreicher ausfallen. Der 22 Meter hohe Sky Fly umfasst insgesamt zwölf Einzelsitze, die jeweils mit zwei seitlichen Flügeln ausgestattet sind. Und diese Flügel sind interaktiv steuerbar. So können die Mitfahrenden selbst entscheiden, ob sie nur einen beschaulichen Rundflug unternehmen oder doch lieber turbulente Überschläge wagen wollen. Ein besonderer Reiz liegt darin, dass die Überschläge gezählt werden. So kann aus der Fahrt schnell ein Flug-Duell werden.

Neben der eigentlichen Fahrattraktion werden mehrere Gebäude errichtet, im Fachwerkstil der Ulmer Altstadt und – wie immer in Tripsdrill – mit viel Liebe zum Detail. Im Endausbau wird der Eingangs- und Wartebereich dann Einblicke in das Atelier des pfiffigen Schneiders und in die Planungen für seine ersten Flugversuche bieten.

Investition im siebenstelligen Euro-Bereich

Wenn der „Höhenflug“ im nächsten Monat startet, wird der gesamte Themenbereich aber noch nicht fertig sein. „Für die komplette Umsetzung brauchen wir bis zum nächsten Jahr“, kündigt Helmut Fischer an. Alles in allem wird die Betreiberfamilie nach seinen Worten einen siebenstelligen Betrag in die neue Attraktion investieren.

Der Höhenflug wird über ein Wasserbassin fliegen, wie man auf dem Artwork erkennen kann.

Alle paar Jahre eine neue Attraktion: Für einen Erlebnispark wie Tripsdrill ist das unerlässlich. Nicht nur, um neue Besucher zu gewinnen, sondern auch um die Stammgäste bei der Stange zu halten. Die Holzachterbahn Mammut (2008) und die Katapult-Achterbahn Karacho (2013) gehörten in der jüngeren Vergangenheit zu den spektakulärsten Neuerungen. Ein interessantes – und wetterunabhängiges – Indoor-Angebot ist das ebenfalls 2013 eingeweihte Gaudi-Viertel. Und 2016 wurden schließlich – im Stil einer alten Fabrikhalle – ein neues Restaurant mit Tagungsräumen eröffnet sowie, direkt daneben, der Motorrad-Fahrspaß „Heiße Öfen“.

Autor dieses Beitrags: Markus

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