BERICHT: Off-Season im Erlebnispark Tripsdrill

Unsere deutschen Freizeitparks befinden sich für die Besucher derzeit in einem wohlverdienten Winterschlaf – doch wir sehen selten, was sich hinter der Kulisse in diesen Wochen der Winterpause in den Parks um uns herum abspielt. Der Erlebnispark Tripsdrill hat uns und die Tripsdrill-Fanseite am 31.01.2018 in der Verwaltung des nun knapp 90 Jahre alten Freizeitparks empfangen, und uns exklusive Blicke, sowie spannende Gespräche mit der Presse-Abteilung beschert. Es war wirklich ein spannender Nachmittag bei tollem Kaiserwetter, welchen wir dann vor den Toren des Wildparadieses mit Kaffee und Kuchen, sowie einem Rundgang durch das Naturresort mit den Baumhäusern beendeten.

trockener See des Waschzuberraftings

Empfangen wurden wir am Mittwoch, den 31.01.2018 gegen kurz nach dreizehn Uhr von Herrn Meierjohann aus der Presseabteilung des Erlebnisparks, welcher uns gute 2 Stunden mit interessanten Gesprächen und vielen Einblicken, die dem normalen Besucher verborgen bleiben, durch den geschlossenen Freizeitpark führte. Start war in der Verwaltung des Parks, und ging zuerst durch den älteren Parkteil, vorbei an den Animatronics, die sich hinter Holzplatten verbargen. Hier erfuhren wir, dass die Animatronics in den Wintermonaten komplett entkleidet werden, um die Wäsche, die natürlich original aus der damaligen Zeit stammen, gewaschen und in Ordnung gebracht werden, damit diese zur kommenden Saison in frischem Gewand auftreten können. Zur rechten Hand befand sich der „fröhliche Weinberg“, dessen Gondeln von der Strecke genommen wurden. Die dahinter liegenden Gebäude, die diverse Arbeitswerkzeuge zur Weinherstellung / Traubenlese zeigen, waren ebenfalls hinter Holzplatten versteckt und somit vor Wind & Wetter geschützt.

Strudel des Waschzuberraftings
Foto: Susanne Hirth

Vorbei ging es am Vespergarten. Dort standen auch die Chaisen der Weinbergfahrt. In einigen Blumenkästen, die die Fassade des Vesperhauses zieren, entdeckten wir, künstliche Pflanzen angebracht sind, was eigentlich total unüblich für den Park ist, denn Tripsdrill ist im Munde der zahlreichen Besucher eine gigantische Blumenschau, für die zahlreiche Gärtner die gesamte Saison sorgen. Vorbei an der Kaffeetassenfahrt, eine der wenigen Bahnen, die überdacht und nicht abgedeckt sind, ging es entlang der Suppenschüsselfahrt und der Zierer-Achterbahn „rasender Tausendfüßler“ durch den Torbogen hindurch. Doch der Zug zu hiesiger Achterbahn stand nicht auf der Schiene, denn dieser steht in einzelnen Chaisen vor dem Hühnerstall-Spiel. Etwas weiter entfernt wurde die sanitäre Einrichtung renoviert.

Auch konnten wir von dort den Weg nach oben schauen, wo es zum Kettenflieger „Wirbelpilz“ geht – doch dieser war aufgrund Wartungsarbeiten abgebaut.

Waschhaus / Waschzuberrafting / Liftanlage
Foto: Susanne Hirth

Weiter ging es in den „neuen“ Parkbereich, wo sich ja unter anderem das Waschzuber-Rafting aus dem Hause Hafema, welches die Besucher auf der rund 435m langen Strecke seit 1996 durch die wilden Fluten befördert – doch derzeit rauscht hier kein Wasser entlang, die Strecke ist trocken, genauso wie der zugehörige künstliche See. Diesen durften wir dann sogar in Begleitung von Herrn Meierjohann begehen und merkten dann in Wirklichkeit, wie tief die Anlage wirklich ist, da dem ein oder anderen das Wasser bis zur Schulter stehen würde. Es war schon imposant sich das ganze, auch das Förderband, dass die Rundboote wieder nach oben zieht, aus nächster Nähe zu begutachten. Hier entstand dann auch ein kleines Gruppenbild.

Karacho aus einem anderen Blickwinkel
Foto: Susanne Hirth

Weiter ging es dann Richtung Karacho, dessen Gelände wir durch ein Tor betreten durften, und somit den Launched Coaster aus aller nächste Nähe zu sehen und sogar anzufassen, was bei uns für ein ganz besonderes Gefühl sorgte, denn man sah nun, wie mächtig die Stützen und auch die Schienenteile an sich sind, und welche Belastungen die dann somit stand halten müssen. Hier erfuhren wir auch, dass im 2 Jahres-Turnus immer 2 der 4 Wägen komplett in seine Einzelteile zerlegt und in mühseliger Arbeit wieder zusammen gefügt werden, um hier den höchsten Standard der Sicherheitsbestimmungen gewährleisten zu können. Auch standen wir dann auf dem Dach des Launch-Abschnittes und konnten besondere Fotopoints entdecken, die – wie schon erwähnt, für einen normalen Besucher oftmals verborgen bleiben.

Karacho und Mammut in einer Symbiose aus Stahl und Holz
Foto: Susanne Hirth

Auch statteten wir dem Woodie „Mammut“ einen Besuch ab, die am 28.04. nun stolze zehn Jahre alt wird. Eigentlich wäre es möglich gewesen, unterhalb der Mammut entlang zu laufen, aber da nicht bekannt war, ob hier nun gearbeitet wird, haben wir das unterlassen und sind die normale Queue entlang gelaufen. Ein besonderer Fact ist, dass es einen eigenen Zimmermann für die Mammut gibt, der die komplette Strecke im Blick hat, und jegliche Arbeit dort selbst erledigen kann. In der Queue selbst haben wir dann auch wieder viele „entkleidete“ Puppen gesehen, hier die Zimmermänner, die dort im Sägewerk arbeiten. Weiterhin ist auch die komplette Achterbahn, insbesondere der Darkride-Part vor dem Lifthill videoüberwacht – was auch sichtlich seine Gründe hat. An der Mammut selbst gab es dann noch viele neue Baumstämme, die dann sicherlich im Laufe der Vorbereitung zur Saison 2018 verarbeitet werden.

Im weiteren Spaziergang durch den Park ging es dann noch am Gerstlauer Bobsled-Coaster „G´sengte Sau“ und der „Badewannenfahrt zum Jungbrunnen“ vorbei, wo wir erfuhren, dass die Steine des Burggemäuers, an welchem die Badewannen vor dem ersten Lifthill (Grundmauern), teilweise aus gelben Sandstein diverser Abbruchhäuser entstammen, und dass z.B. die Burg Rauhe Klinge nach oben immer schmaler wird, und dann z.B. ein Storch der neben der Windfahne am Ende genauso groß wäre, wie diese Windfahne selbst. Aber allein durch die Perspektive wird dem Besucher ein perfektes Bild vorgespielt. Wir selbst hätten das, ohne den Hinweis von Herrn Meierjohann nicht gesehen. Auch hier ein Fact: der gelbe Sandstein ist im Erlebnispark Tripsdrill ein wichtiger Baustoff, da dieser regionaltypisch ist und somit sehr oft dort im Park anzutreffen ist.

Gruppenfoto CoastersTalk & Tripsdrill Fanseite
Foto: B. Meierjohann

Zu guter letzt ging es zur Neuheit der vergangenen Saison 2017 – dem Höhenflug. Die Queue die in der Saison 2017 dort stand ist verschwunden, und auch sonst sind die Arbeiten, die noch zu tun waren, sehr weit fortgeschritten. Der Bitte von Herrn Meierjohann kommen wir hier selbstverständlich nach und werden keine Fotos von dieser Attraktion veröffentlichen (zumindest vom Fortschritt der Thematisierung), aber wollen Euch schon heute sagen, dass das ganze grandios wird, und die Geschichte von Albrecht Ludwig Berblinger in jeder Weise detailgetreu umgesetzt sein wird. Auch war hinter dem Höhenflug eine weitere Baustelle zu ersehen, die sich noch vor der Kutschen- / Oldtimerbahn einpflegt.

Nachdem wir dann auch hier die letzten Fotos des Tages gemacht hatten, ging es gemeinsam mit Herrn Meierjohann zurück zur Verwaltung, wo wir uns noch einmal für die tolle Führung mit den zahlreichen Informationen bedankten, und uns auch in der kommenden Saison 2018 über die besondere Kooperation freuen – die wir gemeinsam mit dem Erlebnispark mit einem kleinen, aber feinen Gewinnspiel gestalten wollen würden. Auch bedanken wir uns bei Tripsdrill-Fanseite für die Begleitung an diesem Tage!

Anbei ein weitere Bilder / Impressionen des Tages:

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Autor dieses Beitrags: Markus

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